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Das System

Gegen das System zu kämpfen, ist bewunderns- und förderungswert, denn wie schwer hat es uns doch die Bequemlichkeit, der Komfort, aber auch die Hektik und der Zeitmangel des heutigen Alltags gemacht, auch nur einen winzigen Schritt in diesem Kampf zu tun? Wie lange kann ein Sozialhilfebezieher/Mindestverdiener schon nachhaltige Produkte (Bio, Fairtrade, unter fairen Bedingungen hergestellte Kleidung…) kaufen? Wer kann es sich schon zeitlich leisten, in Entwicklungsländer zu reisen, um dort selbst zu helfen? „Prominente“ leisten Wohltätigkeiten rein des Images wegen.
Aber man kann immerhin sein Konsumverhalten ändern und aktiv gegen das System kämpfen, indem man einen Blog schreibt, usw. (wie schon von dir erwähnt).
Worauf ich hinauswill ist, dass es heutzutage leider die sprichwörtlichen Eier in der Hose braucht, um (passiv) zu kämpfen. Gregor Sieböck, der Weltenwanderer, ist einer jener bewundernswerter Menschen, die diesen Schritt, allen Gegenargumenten zum Trotze, getan hat. Er hat darauf verzichtet, ein Auto zu haben, eine Wohnung zu haben und hat sein Einkommen gespart, um letztendlich zu kündigen und mit einer Botschaft drei Jahre zu Fuß die Welt zu bereisen. Noch heute besitzt er keine Wohnung und kein Auto, aber er ist (und ich kenne ich persönlich) mit Sicherheit der glücklichste, zufriedenste und lebensfroheste Mensch, den ich kenne und seit ich das erste Mal seinen Vortrag besucht habe, bin ich von seinem Gedanken inspiriert. Wer von seiner Weltreise und von seinen tollen Ideen lesen möchte, sollte sich das Buch „Der Weltenwanderer“ (z.B. bei Amazon) kaufen. Es kostet etwas mehr, doch es ist eine Investition besten Gewissens. Ich bewundere ihn, denn täglich denke ich mir, wie schön es doch wäre, in solch einer Bescheidenheit zu leben. Doch es braucht ungeheure Kraft, die Fesseln der Gesellschaft, der Normen und der Zukunft zu zerreißen. Es fängt mit der Schule an, die mir mit ihren Forderungen die Zeit raubt, dann kommt die Verpflichtung, Zivildienst oder Wehrdienst zu leisten ins Spiel und dann gilt es noch sich selbst mit seinem Hang zur gesicherten Zukunft, seinen Träumen und seinen kapitalistischen Werten (Geld, eigenes Auto, Effizienz, Technologie, Komfort, Action, Genuss) zu überwinden. Die letzte Hürde ist eindeutig die schwierigste, denn fiele es uns nicht allein schon schwer, einen Tag lang kein einziges elektrisches Gerät zu bedienen? Einen Tag lang nur natürliche Produkte und kein Fleisch zu essen? Eine Woche lang alles zu Fuß zu erledigen? Nicht den schnellsten Weg von A nach B zu nehmen? Ein Wochenende lang das Auto stehen lassen? Ein Buch zu lesen, statt den Computer einzuschalten? Persönlich einander treffen, anstatt zu chatten oder zu mailen? Jeder hat so seine Träume im Leben, aber man muss Prioritäten setzen.

Ich weiß, wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen, und auch ich werde wohl weder morgen, noch in einer Woche so leben. Aber allein schon der Gedanke kann motivieren, zumindest in kleinen Schritten damit anzufangen. Und sei es, das man beginnt, FairTrade-Produkte zu kaufen oder weiß zu wählen.

Das einzige, was die Welt am Weltfrieden hindert, ist der Mensch.

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